Samstag, 21. Mai 2011

Tattoos

Einfach mal ein Blogeintrag mit schönen Bildern,
weil mir heute so warm ums Herz ist,
und eh keiner 'antworten' tut, wenn ich hier Elegien schreibe ;P









Nu raus mit euch und Sonne schnuppern!

Sue

Samstag, 7. Mai 2011

Stufen

Verwirrende Tage. Da weiß selbst ich mal nichts dazu zu sagen.
Und die schlauen Bücher und die schöne Musik.

Die helfen doch wirklich!
Dankeschön.




Stufen

Wie jede Blüte welkt
und jede Jugend dem Alter weicht,
blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in and're, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten!
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt,
so droht Erschlaffen!
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewohnheit sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden:
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

(Hermann Hesse)

Der weiß es halt besser.
Man soll ja nicht so rumjaulen, ne?




Alles nur geklaut heute :D
<3

Dienstag, 3. Mai 2011

Little Bird Red

Es ist schon eine Gemeinheit. Mein Kreativitätshoch habe ich so meistens 1 Uhr oder 2 Uhr Nachts.
Selbst wenn ich mich sträube und vernünftig heran gehe - 'Du  m u s s t  jetzt aber schlafen' - hilft es bald nichts. 
Und man liegt hellwach im Bett ... mopst sich doch noch das Notizbuch und den Pencil vom Tisch ....

Tattoos. 
Das ist bei mir auch so eine Sache für sich.
Es gibt Tattoos, die ich ungemein schön finde und mir gut vorstellen kann.
Da geistern eine Menge Tattooideen in meinem Kopf rum. Doch meistens brauchen sie eine gewisse Zeit des Brütens und einen 'Anlass', einen ganz festgesetzten Punkt in Raum und Zeit, in dem man beschließt - Das ist wichtig, das muss festgehalten werden.

Gestern ist eine Idee geschlüpft.
So ganz heimlich im Dunkeln kam sie mir.
Vielleicht sollte man auch eher sagen es war eine Ideenhochzeit.
Alle drei haben für sich selbst schon seit einer Weile vor sich hin existiert.
Nun sind sie irgendwie zusammengeflossen :)


1. Der knorkelige Kirschbaum
Jeden, mit dem ich schonmal eine Körperkunstdiskussion führen durfte, kennt sie wahrscheinlich - Meine Knorkelbaumidee. Einer dieser schönen uralten Kirschbäume, richtig knorkelig und doch irgendwie zart und leicht. Meine Ma hat Solchen mal treffender Weise als 'Alte Frau im Brautkleid' bezeichnet. Dieser Widerspruch zwischen alt und knorkelig und diesen jungfräulichen Blüten fasziniert mich irgendwie. Und ist für mich das Symbol für Schönheit schlechthin - 'Wahre Schönheit' liegt doch irgendwo, zwischen Perfektion und dem Komischen, Knorkeligen, Hässlichen, Besonderen.


2. Musik
Es gibt einen Satz, den einzigen vielleicht, den ich ohne überlegens sofort unterschreiben würde. Er ist auch der einzige, den ich mir als Tattoo vorstellen kann. Und über den raune ich nun auch schon seit Jahren. Meine Universalweisheit :D Und noch dazu hat er innerhalb des letzten Jahres so viel an Bedeutung gewonnen. 
'When I got the music
I got a place to go'

All die RockSoc Freunde. Musik die Zusammenschweißt. Und auch die Momente, in denen frau einsam ist. Da ist Musik wirklich das Einzige, was hilft, bei mir. Und wie.


3. Kleiner Vogel Rot
Die neuste unter den Ideen. Nun aber auch schon fast ein Jahr alt. :) Sie stammt aus einem der Bücher, das gar kein 'echtes Buch' ist, und mich trotz dem soooo motiviert und inspiriert hat, das letzte Jahr - 'Kleiner Vogel Rot'. Eine Graphic Novel. So einfach gezeichnet, so zart, ruhig und doch so eine Tiefe. 
Der Comic Tempel(.de) sagt:
'Kleiner Vogel Rot ist eine Geschichte über die Macht der Fantasie, über den Mut zum Widerstand und den Zauber der kleinen Dinge. Gleichzeitig ist es aber auch eine Dystopie, in der die freie Meinungsäußerung gefährdet ist und die Fantasie keinen Platz mehr findet.'
Ich werde hier nicht groß spoilern, wer wissen will, worum es genau geht, soll das Buch gefälligst selber lesen ;P Der 'Totem für Phantasie' ist in diesem Buch auf jeden Fall ein kleiner roter Vogel. Ich habe erst überlegt den Vogel selbst zu nehmen, also den des Originals, habe mich dann aber entschlossen, dass das nicht das wäre, was ich will. (Mal ganz abgesehen von Copy Right Dingen :D) Also habe ich beschlossen einen echten Vogel zu nehmen, der rot ist und in etwa die Form hat, der wahrscheinlich auch als Inspiration diente. Und nach 2 Tagen Recherche fand ich raus, dass wohl das Rotkehlchen Modell stand.
Wie praktisch :D Das Rotkehlchen ist zufälliger Weise eines der Nationaltiere Englands :D
Noch mehr Symbolikrecheche folgte und ich habe mich immer mehr verliebt, in den kleinen Piepmatz:

The Robin
  • Sacred bird of the druids, leading the way
  • Symbol of Spring, growth and renewal
  • Protectional Symbol for Seamen: A Robin's feather would protect from drowning
  • Totem for the rune Rad = Symbolizing travel
  • Gypsies see Robins as bringers of good luck
  • An Ancient story says, that the Robin was the only one who was helping Jesus as he was crucified, singing songs to soothe him and make him bare his fate -> A symbol for true friendship and selflessness.
Wer kann da wiederstehen, wenn Seemänner, Druiden und Gypsies etwas für gut befinden? :D
Hört sich auch von der Bedeutung sehr passend an - Hört sich genau an wie der 'Kleine Vogel Rot'.
Wie genau ich das ganze umsetze weiß ich noch nicht. Ich schwanke immer so zwischen Old School Umsetzungen von Dingen, die nicht 'typisch oldschool' sind (fraz nehme da zum Beispiel meine Magpies :),   und so einem Realistischeren Stil. Andererseits verlieren Vögel dadurch auch ein bisschen an Eleganz und Leichtigkeit. Ich weiß es noch nicht so genau. Da wird noch eine Weile drüber geschlafen.

Alles andere - Stelle, Größe, Farbwahl - ist schon klar: Hier mal eine gaaaaaanz grobe Skizze! Mir juckt das Verfeinern noch so in den Fingern, aber ich muss gleich zur Uni xD und außerdem bin ich mir noch nicht sicher, wie realistisch er sein soll, der Piepmatz.


Im Buch oben kann man die Stelle an die es soll sehen - Ich will endlich symmetrisch sein :D Freue mich jetzt schon wieder auf die Schmerzen an den Rippen *lach*. Farblich soll es wieder black'n'grey sein und rot natürlich -> Piepmatz und Kirschblüten. Ich habe versucht es möglichst etwas so anzupassen, dass es auf seine Art und Weise das Tattoo der anderen Körperhälfte nachempfindet und neuinterpretiert. Das ist mir sehr wichtig! Ich mags nicht so, wenn kleine unzusammenhängende Tattoos an solchen Stellen sind.
Der knorkelbaum schafft ein bisschen eine Paralelle zu den Ranken auf der anderen Seite. Kirschblüten und die Lilien/Hibiscusse. 'Wind' soll auch noch ein bisschen rein, so eine ganz leichte graue Hintergrundschattierung wie beim anderen Tattoo auch. - Ich denke die beiden werden sich verstehen :)

Hier nochmal eine Nahaufnahme:
Wie gesagt, das ist erstmal das Rohmaterial. Muss mir noch überlegen, wie detailliert/realistisch Vogel und Blumen werden sollen. Aber das ist erstmal der Grundriss:


Wofür es für mich steht?
Vieles.
Habe viel erlebt im letzten  Jahr, was mich geprägt hat.

Einen Neuanfang.
Ein Glückssymbol (das kann ich gebrauchen! ;D)
Motivation und Mut.
Liebe zur Kreativität. Musik. Schreiben.
Energie aus sowas zu gewinnen, wenn man denkt es geht nicht weiter :)
England.
Ein Wegweiser. Mit dem Schiff nicht unter zu gehen.
Dualität von Schönheit. Sich damit abzufinden nicht perfekt zu sein.
Für Freunde immer da zu sein.


Einfach, die zweite Chance ordentlich zu nutzen und keinen Mist mehr zu bauen :D


Ahoy!
Sue


Montag, 2. Mai 2011

Duchenne

Wiedergefunden:

„Es ist nicht leicht einzusehen, dass man sterblich ist, dass du vielleicht nicht mehr viel Zeit auf dieser Erde zu verbringen hast.“ Gar unerträglich ist es zu sehen, dass du schon längst angefangen hast, vergänglich zu sein, dass dich die Zeit zwischen ihren riesigen Mühlsteinen zu pulverfeinem Staub zermalmt und du nichts tun kannst, weil auch kein Strampeln hilft.

Denen, die übrig bleiben, bleibt nichts als dein Sandstaub auf der Handfläche, unfassbar fein und nicht zu halten. Mit dabei die Angst, dass deine Erinnerung ihnen zwischen den Fingern zerrinnen wird, so wie du es zu Lebzeiten tatest.


Ich presse meine Hand zusammen. So fest, dass ich schon das Knacken meiner eigenen Knochen vernehmen kann. Der Sandsturm braust um meine Ohren. Eigentlich bräuchte ich meine rechte Hand um mein Visier zu schließen. Doch ich halte sie noch immer krampfhaft geschlossen neben meinem Körper. Der Sturm wird stärker und mittlerweile kann ich gar nichts mehr sehen. Anzuhalten wäre zu gefährlich und so laufe ich blind in eine Richtung, von der ich nicht weiß, ob sie zu hause ist. Irgendwann werden meine Beine zu schwach zum Gehen und ich kippe vorne über, mein Gesicht gräbt sich tief in den warmen Wüstensand und unter meinem Körper kann ich sie noch spüren, meine geballte Faust.


Als ich irgendwann aufwache, dämmert es schon, der Sturm hat sich gelegt und nur noch ein leises rauschen ist zu vernehmen. Ich habe Durst. Ich setze mich hin. Die Sonne hängt dort so einfach am Himmel, kurz über dem Horizont und denkt nicht daran, den letzten Schritt zu tun und unter zu gehen. Ich teste mit meiner linken Hand den Wind und entscheide, dass es sicher ist.
Ich schaue auf meine rechte Hand. Sie wirkt fast wie aus Stein gehauen, unmöglich, die Finger zu lösen, ihr Geheimnis zu offenbaren. Irgendwann strömt doch das Blut in sie zurück und ich löse langsam Finger für Finger.

Auf der blanken Handfläche liegen drei einzelne Körnchen, alles andere ist verschwunden, für immer vom Sturm der Zeit zerfressen. Doch diese drei, die als einzige übrig geblieben sind, scheinen irgendwie zu leuchten. Ich kann nicht sagen, wie viel Zeit vergangen ist, in der ich einfach nur da saß und sie betrachtet habe. Kurz bevor die Sonne sich doch entscheidet unter zugehen, stecke ich die 3 Körnchen in meine Hosentasche und laufe Richtung Horizont. Wenn ich es schaffe schnell genug zu gehen, schaffe ich es vielleicht doch noch im Hellen nach Hause.

Dienstag, 19. April 2011

All I Want

Bin jetzt wieder Doppelblogger. *hach*  Was ne coole Sau, nech?



Habe grade wirklich beschlossen schon im Juni wieder nach Deutschland zu kommen.

Gar nicht mal nur wegen Miss Sängerin und Ihren Escapaden (Details ... glaubt mir, die spare ich mir echt lieber...), sondern auch, weil da 'Zuhause' noch so ein gefühlter riesiger Stapel von Dingen rumliegt, auf die jemand mit roter Tusche 'zu erledigen' gestempelt hat, ohne mich zu fragen. Und das fühlt sich nicht gut an, wenn das da so rumliegt. Und hier habe ich eh nicht mehr wirklich etwas zu tun. Uni ist dann ja schon vorbei. Meine Freunde werden dann auch wieder schon nach Hause fahren. ... 

Schade eigentlich, fühle mich schon wie so ein waschechter Brite. Mag so viele Macken von Ihnen und das ist  doch immer das beste Zeichen. Werde ungedämmte Häuser, Essen auf der Kippe zwischen Genialität und Grausamkeit, Menschen - die mit Jogginghosen in die Uni gehen und Worte wie 'fair enough' und 'bollocks' verwenden- vermissen ... und die Milch aus lächerlichen Plastikflaschen ...  Und wie werde ich die gut gekleideten Männer vermissen *hehe* Also, nicht irgendwelche im Speziellen :D  Aber diese Attitude...  Deutsche Männer *tzzee* ... Aber Mode, Mode ist doch watt Lebendiges Jungens! ^^

... Und den schönen Kirschgarten, an dem ich immer vorbeigehe, wenn ich in die Stadt laufe .... Und die Freunde, die dann so unglaubliche kilometer weit weg sind :/ .. hm ...

Zum Abschluss ist da wohl nur noch eine sehr bekannte Lyrikerin zu zitieren:

 'Alles, was ich jetzt einpacke macht das Zimmer hier so leer. '
<3

If It Means A Lot To You

An manchen Tagen höre ich, wenn ich etwas schreibe, meine Stimme dabei. Das ist irgendwie, lustig, und so, als würde man den Prolog für einen Film einsprechen, dessen Ausgang man schon kennt.

Manchmal glaube ich, dass ich nichts für meine Träume tue, weil ich nicht einsehen will, dass es Träume sind.
Wenn man sich selbst möglichst viele große Steine in den Weg schmeißt, dann hilft es einem vielleicht dabei zu vergessen, dass man den Weg eigentlich gar nicht weiß.

Und manchmal merke ich auch, dass ich wie die ganzen anderen Idioten doch in der Reihe stehe, bis sie mir ein cooles Leben zuteilen, von dem sie denken es passt schon irgendwie. 'Keep calm and move on', aber immer nur einen kleinen Trippelschritt nach vorne, drängeln ist nicht, nach rechts oder links erst recht nicht
.
Irgendwo muss doch da der Punkt gewesen sein, an dem man aufgehört hat zu leben und angefangen hat darauf zu warten, dass da etwas passiert. Ich will gar nicht, dass irgendetwas passiert. Ich will, dass der Wind genau richtig steht und dass der Mut da ist und dass man das Geld hat und dass es locker flockig von der Hand geht und dass man niemanden aus dem Weg schubsen muss. Aber so funktioniert das glaube ich nicht. Wenn man so lange wartet bis die Sterne richtig stehen, dann hat man so lange gewartet, dass man zu müde ist überhaupt noch loszugehen. 



Dieser Post wird nicht gelöscht, so wie der letzte es leider wurde. Warum der gelöscht wurde? Miss River würde da einfach nur sagen: 'Spoilers'. Wenn man so tut als würde man den Weg schon kennen, obwohl man keine Karte dabei hat, nimmt man sich doch nur den Spaß das Wandern auch zu genießen.


'Cause I can't come back home 'til they're singin'.
La, la la la, la la la,
'Til everyone is singin'.



Sonntag, 27. März 2011

How is the Weather Back Home

Oh du fieses mieses Motivationsloch.
Ich nehm dir das echt übel, du böses Antriebsmonsterchen.

Das Problem ist einfach, wenn man einmal schnallt, dass man eine Don Quijote Nummer reißen will - wenn man sieht, wie die Windmühlenflügel sich immer weiter drehen egal was man macht - dann kommt da irgendein so ganz albern angezogenes Etwas mit einer Maxiatur einer Stecknadel angerannt und rammt sie schön theatralisch in den  Antriebsballon. Danke. Manchmal ist es kontraproduktiv sich realistisch einschätzen zu können.

Ich nehm dir das echt übel, du böses Antriebsmonsterchen - wieso jetzt? Und wieso tust du dich mit dem Heimwehmonsterchen zusammen? Da habt ihr euch echt einen gemeinen Zeitpunkt ausgesucht, aber das kenne ich ja eigentlich nicht anders von euch frechen Biestern.


Wünscht mir mal glück da oben auf dem Pferderücken. Kann es gebrauchen heute.
Ansonsten - Mirko hat gesagt Tattoowierer kann ich immer noch werden ...